Weglaufen ist nicht. Wir stehen (und laufen) für Solidarität, Menschlichkeit und Zusammenhalt – im Sport wie im Leben. Diese Collection ist ein Statement gegen Rechtsruck und Ausgrenzung. Gemeinsam sind wir sichtbar!

Warum wir Haltung zeigen

  • Schluss mit dem Rechtsruck. Gemeinsam wollen wir wieder aktiv werden. Viele von uns haben in den letzten Jahren mit Sorge und Angst den steigenden Rechtsradikalismus und einen Wandel in der Stimmung weg von Menschlichkeit wahrgenommen.

    Deshalb begannen wir von runamics vor zwei Jahren, antirassistische Motive auf unsere Bekleidung zu drucken. Zum einen, um uns und euch die Möglichkeit zu geben, deutlich zu machen, dass wir mit der beschriebenen Entwicklung nicht einverstanden sind. Zum anderen, weil wir marginalisierte Menschen nicht alleine lassen wollen.

    Mit einem Teil der Einnahmen unterstützen wir bisher vier Initiativen mit dort dringend benötigten 6.620 Euro. Dazu gründeten wir das antiracist runners collective, gemeinsam mit bisher 16 Laufcrews und Run Clubs.

    Aber wir wollen weiter gehen. Weil wir uns nicht wegducken wollen und vor allem, weil wir uns erhoffen, dass damit eine Signalwirkung entsteht. Sich unpolitisch zu geben, ist ein Privileg. Entwicklungen in Deutschland, ganz Europa und der ganzen Welt zeigen, dass sich viele nicht leisten können, unpolitisch zu sein, weil sie direkt bedroht sind von den Veränderungen – aufgrund ihrer Religion, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung.

    Es darf nicht sein, dass wir uns als Sportbekleidungsmarke, aber auch nicht als Designbüro, Yogastudio, Werbeagentur oder Tischlerei verstecken wollen, nur weil wir nicht bedroht sind. Solidarität ist nicht nur ein starkes Wort, sondern auch eine der schönsten Dinge der Welt.

    Wir glauben fest an den Gedanken – im Sport wie auch im Leben –, dass man sich gegenseitig unterstützen sollte. Mit wechselnden Motiven und wechselnden Spendenzwecken werden wir uns immer wieder Themen suchen, die es zu unterstützen gilt. Und wir wollen Allianzen schmieden. Es sollen sich Firmen, Bands, Kollektive, NGOs und Selbstständige anschließen, ihrerseits Projekte machen oder mit uns gemeinsam etwas anstoßen.

    Damit wir Menschen nicht alleine lassen und uns auch gegenseitig zeigen – der Kopf bleibt oben, wir sind nicht alleine, es ist nicht alles nur schlimm. Aber dafür müssen wir eben beginnen. Und wer denkt, dass wir gerade den Teufel an die Wand malen und übertreiben, dem empfehlen wir einen Blick in die USA, die uns zwar einige (negative) Schritte voraus sind, aber diese zum Teil unvorstellbaren Szenarien hier bereits von der AfD vorbereitet werden.

    Die Welt ist politisch in eine enorme Schieflage geraten und viele von uns lähmt und überfordert das. Aber das darf es nicht, wir müssen jetzt mehr denn je uns gegenseitig Kraft geben beim Dagegenhalten. Denn da verhält es sich wie beim Sport, beim Abnehmen oder bei der Mobility – je länger wir warten, desto unmöglicher wird es.

Henning Heide, seit über 20 Jahren antifaschistisch aktiv, Co-Founder runamics, FC St. Pauli Ultra, Gründer der Tide Runners